Fläschchen-Know-how

Globuli – gute Gründe für ihre große Beliebtheit

Dass die Streukügelchen (Globuli) sich so großer und weiter wachsender Beliebtheit erfreuen, hat gleich mehrere gute Gründe. Es beginnt bereits mit der Herstellung aus reinem Rohrzucker (Saccharose) – ganz ohne zusätzliche Hilfsstoffe. So können Globuli auch von Menschen mit Allergien oder Intoleranzen (z. B. Laktose) eingenommen werden.

In ihrer Sanftheit liegt ihre Kraft – auch mit den Sinnen spürbar

Zum bewährten homöopathischen Arzneimittel werden Globuli durch die Imprägnierung mit dem speziellen natürlichen Wirkstoff oder dem Wirkstoffkomplex. Dass sie nicht geschluckt werden, sondern langsam auf oder unter der Zunge zergehen, macht ihre Sanftheit auch mit den Sinnen spürbar. Dank ihrer sanften, natürlichen Art sind Globuli gut verträglich und für Menschen jeden Alters geeignet. Das gilt auch für Schwangere und stillende Mütter sowie für Babys und Kleinkinder. Globuli sind arm an Nebenwirkungen oder gänzlich frei davon.

Hilfe zur Selbstheilung – das Ähnlichkeitsprinzip

Dr. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, schuf den wesentlichen Satz „Similia similibus curentur“ (lat.: „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“). Nach diesem Ähnlichkeitsprinzip kann eine Substanz, die bei gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorruft, ähnliche Symptome bei Erkrankungen heilen. Das bedeutet: Indem ein bestimmter Wirkstoff Beschwerden leicht verstärkt, werden die Selbstheilungskräfte des Körpers zu erhöhter Aktivität angeregt. Das Immunsystem ist alarmiert und greift gezielt ein. 

Weniger ist mehr – die Bedeutung der Potenzen als weiteres Prinzip

Die Potenzierung (von lat. potentia: „Kraft“) wurde als weiteres wichtiges Grundprinzip der Homöopathie von Dr. Samuel Hahnemann zum Verfahren der Arzneimittelherstellung entwickelt. Dabei wird eine aus der Arznei-Substanz hergestellte Urtinktur stufenweise verdünnt, per Hand verschüttelt, mit Zucker vermischt und verrieben. Beispiel: Um die Potenz D6 zu erhalten, wird auf diese Weise 6-mal potenziert. Dadurch nimmt die Konzentration des Ausgangsstoffes stetig ab. Gleichzeitig wird die Wirksamkeit der Arznei aber verstärkt. Somit können auch in der Ursubstanz giftige Ausgangsmaterialien gefahrlos eingesetzt werden.

„Das Selbst im Mittelpunkt“ – auch das ein guter Grund für Globuli

In der Homöopathie gehen, ebenfalls aus Prinzip, Anamnese und Anwendung eng Hand in Hand. Das ausführliche Gespräch mit dem Arzt, Therapeuten oder Naturheilpraktiker stellt den Menschen als Individuum in den Mittelpunkt und nimmt sich viel Zeit für seine Gesundheit. Dabei geht es nicht nur um seine Beschwerden und deren Symptome, sondern auch um seine Wesensart und seine Lebensumstände. So kann es sein, dass zwei Patienten mit der gleichen Diagnose nicht unbedingt auch das gleiche Mittel empfohlen wird.

Selbstbehandlung aus der Apotheke – mit der richtigen Dosierung

Während in Zweifelsfällen und bei schwereren Symptomen der Besuch des Arztes oder Heilpraktikers erfolgen sollte, ist für die Selbstbehandlung eine Homöopathie-Apotheke die richtige Anlaufstelle. Liegt keine spezielle Einnahme-Empfehlung vor, gelten grundsätzlich die Angaben in der Gebrauchsanweisung. Falls diese nicht zur Verfügung steht, gelten derzeit die folgenden Empfehlungen als Orientierung für die Dosierung.

Die Buchstaben und Zahlen – das steckt dahinter

Alle Arzneimittel werden streng nach den Vorgaben des Homöopathischen Arzneibuchs (HAB) hergestellt. Dabei sind Potenzierungen in Zehner- oder Hunderter-Verdünnung die Norm und werden entsprechend als D- oder C-Potenzen bezeichnet. Als Tiefpotenzen gelten z. B. D6/C6, als mittlere Potenzen D12/C12, als Hochpotenzen z. B. D30/C30 und LM- oder Q-Potenzen. Die Zahl beschreibt die Anzahl der durchgeführten Verdünnungsschritte, wie hier im Beispiel 6, 12 oder 30.

Neben den für die Homöopathie besonders bekannten Globuli, also Streukügelchen, gibt es als Darreichungsformen auch Tropfen, Tabletten, Injektionslösungen und Externa.

Ihre Globuli nehmen Sie eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen ein. Da eine Aufnahme homöopathischer Mittel bereits über die Mundschleimhaut erfolgt, empfiehlt es sich, Globuli (oder auch Tabletten) langsam im Mund zergehen zu lassen bzw. Tropfen vor dem Schlucken für eine Minute im Mund zu behalten.

In der Zeit der Behandlung halten Sie mindestens eine halbe Stunde Abstand zur Verwendung ätherischer Öle wie Kampher, Kamille oder Pfefferminz (oft in Zahnpasta), weil diese die Wirkung der Arzneien beeinträchtigen können. Die Frage, ob man koffeinhaltige Getränke wie Tee, Kaffee oder bestimmte Limonaden meiden sollte, ist nicht abschließend geklärt.

Auch für Diabetiker spricht nichts dagegen, unsere homöopathischen Arzneimittel anzuwenden. Die Globuli der DHU enthalten als Trägersubstanz Rohrzucker (Saccharose), die Tabletten Laktose (Milchzucker). Die folgenden Angaben zeigen, dass die Einnahme homöopathischer Arzneimittel – unter Beachtung der Dosierungsempfehlung – bei der Berechnung der täglichen Broteinheiten vernachlässigt werden kann. 

Eine Broteinheit (BE) entspricht 12 g Kohlenhydraten.

  • 1 Globulus hat 0,00069 BE, d. h. 1450 Globuli entsprechen 1 BE.
  • 1 Globulus enthält 0,0082 g Kohlenhydrate.
  • 1 Globulus entspricht 0,034 kcal.
  • 1 Tablette hat 0,021 BE, d. h. 48 Tabletten entsprechen 1 BE.
  • 1 Tablette enthält 0,25 g Kohlenhydrate.
  • 1 Tablette entspricht 1,025 kcal.

Erwachsene

Tiefe Potenzen (bis D23 bzw. C11):

  • Bei akuten Beschwerden stündlich 5 Tropfen, 5 Globuli (Streukügelchen) oder 1 Tablette bis zum Eintritt einer Besserung, jedoch höchstens 6-mal täglich.
  • Danach 3-mal täglich 5 Tropfen, 5 Globuli oder 1 Tablette. 
  • Bei chronischen Erkrankungen 1- bis 3-mal täglich 5 Tropfen, 5 Globuli oder 1 Tablette.

Erwachsene 

Hohe Potenzen (ab D24 bzw. C12):

  • Die Anwendung erfordert eine individuelle Dosierung durch einen homöopathisch erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker. Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte nur eine Einmalgabe von 5 Tropfen, 5 Globuli oder 1 Tablette eingenommen werden.
  • In der therapeutischen Praxis werden homöopathische Mittel zwischen D/C10 und D/C30 in der Regel als mittlere Potenzen und ab D/C30 als Hochpotenzen angesehen. Mittlere Potenzen werden üblicherweise 1- bis 2-mal täglich eingenommen, Hochpotenzen werden entsprechend den individuellen Voraussetzungen dosiert.

Die charakteristische Art der Verarbeitung, also das Verschütteln oder Verreiben per Hand, ist für die Arzneimittelwirkung von großer Bedeutung. Sie unterscheidet ein potenziertes Arzneimittel von einer reinen Verdünnung.

Kinder

  • Säuglinge im ersten Lebensjahr erhalten ein Drittel der Erwachsenendosis.
  • Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr erhalten die Hälfte der Erwachsenendosis.
  • Kinder zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr erhalten zwei Drittel der Erwachsenendosis.

Tipp: Für Säuglinge und Kleinkinder sind Globuli am besten geeignet. Wenn Tabletten verabreicht werden, sollten diese vor der Gabe in Wasser aufgelöst werden.

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