Fläschchen-Know-how

Gesund durch Herbst und Winter: Ein starkes Immunsystem beginnt im Darm

Im Herbst und Winter, wenn es draußen oft grau, nasskalt oder richtig eisig ist, hat die Erkältungszeit Hochsaison. Wir gehen seltener an die frische Luft, uns fehlt Sonnenlicht und Bewegung. Der Wechsel zwischen der Kälte draußen und überheizten Räumen strapaziert unseren Körper zusätzlich. Aber wieso werden manche Menschen auch im Winter selten krank und andere kämpfen mehrmals im Jahr gegen Schnupfen oder Halsentzündung, Harnwegsinfekte oder häufige Durchfälle? Klar, manche Menschen sind Bakterien und Viren häufiger ausgesetzt. Sie haben Kinder, fahren viel in öffentlichen Verkehrsmitteln oder kommen bei der Arbeit täglich mit vielen Menschen in Kontakt. Aber das ist nicht die einzige Ursache.

Denn ob Bakterien oder Viren, die in den Körper eindringen, auch wirklich krank machen, entscheidet der Zustand des Immunsystems. Und dabei spielt der Darm eine entscheidende Rolle, denn etwa 70 % der Immunzellen des Körpers befinden sich dort. Deshalb beginnt ein starkes Immunsystem genau hier. Es ist also sinnvoll, dieses Zentrum der Gesundheit zu stärken. Schauen wir uns dieses Wunderwerk einmal genauer an.

Das Immunsystem sitzt im Darm

Die Oberfläche des menschlichen Darmes beträgt bei einem Erwachsenen etwa 40 m2. Zum Vergleich: Die Haut, häufig als "größtes Organ des Menschen" bezeichnet, nimmt nur etwa 1,8 mein. Der Darm ist also die größte Kontaktfläche zur Außenwelt. Alles, was wir essen, trinken, schlucken, wird hier durchtransportiert. Hier werden nicht nur die Mahlzeiten verdaut und die Nährstoffe für den Körper bereitgestellt. Also auch eine riesige, potenzielle Eintrittspforte für Krankheitserreger.

Deshalb verfügt der Darm über mehrere „Verteidigungslinien“:

- die Darmflora – von Medizinern heute Mikrobiom genannt

- die Darmschleimhaut

- das sogenannte darmassoziierte Immunsystem.

Jedes Element erfüllt wichtige Aufgaben, zusammen bilden sie die sogenannte Darmbarriere.

Interaktion zwischen Darmflora und Darm-assoziiertem Immunsystem

Was ist die Darmflora oder das Mikrobiom?

Als Darmflora – oder Mikrobiom – bezeichnet man die Gesamtheit der Mikroorganismen in der Darmschleimhaut. Sie besteht zu 99 Prozent aus Bakterien. Aber auch Viren und Pilze gehören zur gesunden Darmflora. Die Darmflora unterstützt die Verdauung und versorgt die Zellen der Darmschleimhaut mit Energie. Zugleich schützt sie vor schädlichen Keimen und reguliert die Funktion des darmassoziierten Immunsystems. Bekannt sind etwa 1.000 verschiedene Arten von Darmbakterien.

In der Regel beherbergt ein Mensch jedoch nur etwa 200 verschiedene Bakterienarten. Bei einer gesunden Darmflora überwiegen die nützlichen Bakterien. Dauer-Stress, ungesunde, einseitige Ernährung, Antibiotika, Rauchen, Umweltgifte oder Krankheitserreger können die Bakteriengemeinschaft jedoch aus dem Gleichgewicht bringen.

Anzeichen eines gestörten Mikrobioms

Meist macht sich eine gestörte Darmflora erst einmal durch Magen-Darm-Beschwerden bemerkbar: Durchfall oder Verstopfung, Völlegefühl, Blähungen, Reizdarm oder Bauchschmerzen sind typisch dafür. Doch es gibt eine Reihe weiterer Symptome: wiederkehrende Infekte, Allergien und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, mangelnde Leistungsfähigkeit, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, depressive Verstimmungen, chronische Haut- oder Gelenkprobleme, oder eine Gewichtszunahme.

Das darmassoziierte Immunsystem

Das Darm-assoziierte Immunsystem ist die größte Ansammlung von Abwehrzellen im Körper. Etwa 70 Prozent der Zellen unseres Immunsystem sitzen in der Darmschleimhaut.  Sie stehen untereinander in Kontakt und kommunizieren über Immunbotenstoffe miteinander. Das darmassoziierte Immunsystem (auch GALT genannt – eine Abkürzung für die englische Bezeichnung gut associated lymphoid tissue), ist ein wahres Wunderwerk. Konnten Krankheits­erreger im Magen-Darm-Trakt noch nicht vernichtet werden, werden sie von den Immun­zellen aus den Darmwänden bekämpft.

Damit unser Immunsystem perfekt funktioniert, muss es Krankheitserreger also erkennen und vernichten. Gleichzeitig muss es aber tolerant sein gegenüber einer Vielzahl verschiedenster Nahrungsbestandteile und den nützlichen Bakterien der Darmflora. Denn: Ist die Abwehr-Power der Immunzellen zu schwach, äußerst sich das meist in einer erhöhten Infektanfälligkeit. Ist dagegen die Toleranz zu niedrig, kann das Immunsystems "überreagieren". Allergien oder Autoimmunerkrankungen können entstehen.

Die Rolle der Darmflora für eine starkes Immunsystem

Die große Ansammlung von Immunzellen im Darm dient nicht nur der lokalen Abwehr von Krankheitserregern. Der Darm ist auch der „Ausbildungs- und Trainingsort“ für unsere Immunzellen. Nochmal zur Erinnerung: Die Immunzellen im Darm müssen Nahrungsbestandteile und nützliche Bakterien tolerieren, Krankheitserreger dagegen als solche erkennen und abwehren. Eine Aufgabe, die ständig trainiert werden muss. Unterstützung bekommen die Immunzellen dabei von den Bakterien der Darmflora, die in ständigem Austausch mit den Immunzellen stehen und sozusagen als „Trainingspartner“ fungieren.

Über das Lymphsystem ist das darmassoziierte Immunsystem mit dem restlichen Immunsystem vernetzt. Die Immunzellen gelangen über die Lymphbahnen in andere Schleimhäute des Körpers – etwa die Nasen-, Mund- oder Bronchialschleimhaut oder die der Harnwege.

Während die inneren Vorgänge im Körper ohne unser bewusstes Zutun ablaufen, können wir das richtige Milieu im Darm sehr wohl beeinflussen. Mit wenig Aufwand und Kosten.

Tipps für eine darmgesunde Ernährung

- Nehmen Sie sich Zeit zum Essen. Essen Sie langsam, in Ruhe und ohne Ablenkung. Kauen Sie gründlich. Das Zerkleinern und "Einspeicheln" der Nahrung ist wichtig, um den Magen zu entlasten und die Arbeit des Darms zu unterstützen.

- Trinken Sie ausreichend: mindestens 1,5 Liter am Tag, am Besten gutes Mineralwasser aus Glasflaschen, nicht aus Plastik.

- Vermeiden Sie zu viel Zucker und künstliche Süßungsmittel.

- Vermeiden Sie Weißmehl, zu viel Fleisch und generell große Portionen.

- Essen Sie möglichst naturbelassene, ballaststoffreiche Lebensmittel. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Haferflocken und Roggen, Obst und Gemüse.

- Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel, wie Wurstwaren, Brot und Kuchen, Chips und Gummibärchen, Fast Food und Fertigprodukte. Diesen Produkten werden in der Regel viel Fett und Salz oder Zucker sowie Konservierungsstoffe zugesetzt.

- Bauen Sie regelmäßig milchsauer vergorene Lebensmittel in Ihren Speiseplan ein. Sauerkraut, Sauerkrautsaft, Buttermilch, Kefir oder Joghurt enthalten „gute“ Milchsäurebakterien und können die Darmgesundheit fördern. Wichtig: nicht zu stark erhitzen!

Immer wieder hört man von Präbiotika. Aber was ist das eigentlich?

Es handelt sich hierbei um unverdauliche Kohlenhydrate, die sogenannten Ballaststoffe, wie z.B. Pflanzenfasern, die von der Dickdarmflora abgebaut werden und somit das Wachstum und die Aktivität von Milchsäure- und Bifidobakterien im Darm fördern. Wer die natürlichen Quellen von Präbiotika regelmäßig auf seinen Speiseplan setzt, tut seinem Körper definitiv etwas Gutes. Dazu gehören Getreide, Spargel, Chicorée, Topinambur, Zwiebeln, Knoblauch, Schwarzwurzeln, Artischocken oder Bananen.

Beliebt zur Stärkung des Mikrobioms im Darm sind auch Probiotika, welche das Wachstum der nützlichen Darmbakterien stärken und das Milieu so beeinflussen sollen, dass die schädlichen Bakterien keine Chance haben.

Was sind Probiotika?

Probiotika sind Mikroorganismen wie Laktobazillen oder Bifidobakterien. Sie gehören zur Gruppe der Milchsäurebakterien. Probiotische Bakterien werden gezielt eingenommen, um die Zahl der "guten" Bakterien im Darm zu vergrößern und die Darmflora aufzubauen – zum Beispiel nach einer Antibiotika-Behandlung, bei Durchfall, wiederkehrenden Erkältungen oder beim Reizdarmsyndrom. Probiotische Mikroorganismen können in Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln oder Arzneimitteln enthalten sein. Um eine probiotische Wirkung erzielen zu können, müssen ausreichend viele lebende Mikroorganismen enthalten sein.

Sind Probiotika immer sinnvoll?

Die Einnahme von Probiotika kann in manchen Fällen sinnvoll sein. Aber Vorsicht: Probiotische Lebensmittel aus dem Supermarkt etwa enthalten oft viel Zucker und nur geringe Mengen der guten Darmbakterien. Empfehlenswerter sind Probiotika aus der Apotheke. Sehr selten reagieren besonders empfindliche Menschen mit Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall auf Probiotika.

Unterstützung der Darmgesundheit durch Homöopathie

Eine gute Alternative kann hier die Homöopathie bieten. Einige homöopathische Mittel habe sich bewährt um die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Therapeuten empfehlen oftmals eine homöopathische Magen-Darm-Kur: Homöopathische Arzneimittel sind gut verträglich und wirken erfahrungsgemäß recht schnell. Durch die Anregung der Selbstheilungskräfte entsteht ein langanhaltender Therapieeffekt. Lassen Sie sich von einem kompetenten Apotheker oder Therapeuten beraten. Er kann Ihnen das beste homöopathische Mittel zur Unterstützung Ihrer Darmgesundheit empfehlen.

Achten Sie auf sich!

Ein gesunder Darm schützt, aber er macht nicht unverwundbar. Schlafen Sie genug und vermeiden Sie Dauerstress. Achten Sie auf ausreichend Bewegung und – nicht zu unterschätzen! – behalten Sie gute Laune und eine positive Lebenseinstellung. Vermeiden Sie große Menschenansammlungen, fassen Sie sich nicht ins Gesicht und waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände. Kommen Sie gesund und munter durch die kalte Jahreszeit!

Sanfte Unterstützung bei Verdauungsproblemen

Ein beliebtes homöopathisches Mittel bei Verdauungsstörungen ist Nux vomica D6 DHU. Es ist natürlich wirksam bei Magen-Darm-Beschwerden z. B. durch ein Übermaß an Stress, Nahrungs- und Genussmitteln, Ärger oder die Folge von Ärger sowie schleimhautreizenden Medikamenten. Die natürliche Heilkraft des bewährten homöopathischen Mittels hilft im Verdauungstrakt bei Beschwerden wie Sodbrennen, Völlegefühl und Blähungen sowie bei Magenschmerzen und Übelkeit. Es ist gut verträglich und kann in Absprache mit dem behandelnden Arzt auch mit anderen Medikamenten kombiniert werden.

Bei anhalten Beschwerden über einen längeren Zeitraum sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen!

Pflichttext

Nux vomica D6 DHU

Enthält Sucrose (Saccharose / Zucker). Packungsbeilage beachten!

Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete entsprechen dem homöopathischen Arzneimittelbild. Dazu gehören: Entzündungen und Krampfzustände des Magen-Darm-Kanals, Beschwerden durch Nahrungsmittel, Arzneimittel und Genussmittel.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Deutsche Homöopathie-Union DHU-Arzneimittel GmbH & Co. KG, Karlsruhe