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Tipps für einen gesunden Schlaf

Schlaf ist zur Regeneration von Körper und Geist lebensnotwendig. Wenn wir gut geschlafen haben, fühlen wir uns ausgeruht, frisch und voller Tatendrang. Nachts nicht zu schlafen kann sehr belastend sein. Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit sind dann meist eingeschränkt. Jedoch ist nicht jedes gestörte Schlafempfinden behandlungsbedürftig. Als erstes sollte versucht werden, die Ursache für die Schlafstörungen herauszufinden und zu beseitigen. Begleitend dazu helfen oft Änderungen der Lebensgewohnheiten, die sogenannte "Schlafhygiene".

Warum ist Schlaf so wichtig?

Ein guter Schlaf ist wichtig, damit sich der Körper erholen und regenerieren kann.

Das wird deutlich an der Zeit, die wir mit schlafen verbringen. Ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir - im wahrsten Sinne des Wortes. Die durchschnittliche Schlafdauer liegt bei kleinen Kindern zwischen 10 und 12 Stunden, bei der Mehrzahl der Erwachsenen bis 50 Jahre zwischen 6 und 9 Stunden.

Wenn wir schlafen, findet in unserem Gehirn ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Zentren statt. Deren Aktivität ändert sich abhängig von den unterschiedlichen Schlafphasen. Dabei werden z. B. unsere Tageseindrücke verarbeitet und Informationen gefestigt. Unser Geist erholt sich und unser Immunsystem wird gestärkt. Durchwachte Nächte können die Abwehrkräfte schwächen. Wer regelmäßig wenig oder schlecht schläft, ist meist anfälliger für Krankheiten.

Wieviel Schlaf ist gesund und welche Schlaftypen gibt es?

Ein erholsamer Schlaf muss genügend lang sein und die Tiefschlafphasen müssen in ausreichendem Maße vorhanden sein. Was ausreichend ist, ist allerdings individuell ganz verschieden. Es gibt einen genetisch bzw. chronobiologisch festgelegten Schlafrhythmus, Menschen verfügen über eine innere Uhr, die etwa einem 24-Stunden-Rhythmus folgt. Dieser Rhythmus gibt vor, wann die Müdigkeit eintritt und beendet auch das Schlafbedürfnis. Die Frühaufsteher, die "Lerchen", fühlen sich bereits am frühen Abend müde und sind dementsprechend wieder früher am Morgen ausgeruht und wach. Dagegen werden die sogenannten Langschläfer, "Eulen" genannt, erst spät müde und dementsprechend später am Tag wieder wach. Ändern lässt sich dieser individuelle Rhythmus erfahrungsgemäß nicht.

Was hilft bei gestörtem Schlaf?

Unter den vielfältigen Ursachen für Schlafprobleme spielen häufig Stressempfinden und ein fehlender geregelter Lebensrhythmus die größte Rolle. Vor allem dauerhafter Stress versetzt den Körper in ständige Alarmbereitschaft und lässt ihn auch nachts nicht zur Ruhe kommen.

Damit Betroffene wieder zu einem erholsamen Schlaf zurückfinden können, ist es deshalb sehr wichtig, die Ursache der Schlafstörung zu erkunden. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich selbst aus der Schlaflosigkeit zu befreien. Das können z. B. für den Einzelnen passende Abendrituale sein. Auch der im Zusammenhang mit Schlafstörungen oft verwendete Begriff "Work-Life-Balance", ist dabei zu erwägen. Besteht eine ausreichende Balance zwischen Anspannung und Entspannung, damit der Körper vor dem zu Bett gehen entspannt ist. Darüber hinaus kann man bei Psychotherapeuten professionelle Hilfe bekommen und den Ursachen einer tiefgreifenden Schlafstörung, z. B. als Folge von Angst- und Stressempfinden, auf den Grund zu gehen.

Um Schlafstörungen zu überwinden, bietet es sich auch an, einen strukturierten Tagesablauf anzustreben. Auch kann z. B. frühes Aufstehen und/oder der Verzicht auf einen Mittagsschlaf abends die natürliche Bettschwere fördern. Hilfreich ist es auch, den Abend in Ruhe und Entspannung zu verbringen. Zur Unterstützung kann man den Tag mit einem kleinen Spaziergang oder lesen ausklingen lassen.

Entspannungsübungen, Yoga, Chi-Gong, Meditation, Atemübungen oder autogenes Training unterstützen zusätzlich. Sport und Bewegung in einem gesunden Maß sind ein Muss für einen erholsamen Schlaf. Empfehlenswert sind min. 30 Minuten Bewegung täglich an der frischen Luft.

Homöopathische Arzneimittel können sich ebenfalls gut zur Unterstützung bei Schlafstörungen eignen.

Ihr Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker berät Sie gerne zur Auswahl der richtigen Mittel.