Herstellung: Qualität & Nachhaltigkeit

Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten steht die Gesundheit der Menschen und damit eng verknüpft die Herstellung von Arzneimitteln in höchster Qualität. 70 Prozent der Arzneipflanzen, die wir als Ausgangsstoffe nutzen, stammen aus unserer hauseigenen Anlage Terra Medica®. Seit 40 Jahren werden die pflanzlichen Ausgangsstoffe in dem Ort Staffort bei Karlsruhe unter biologisch optimalen Bedingungen kultiviert. Die Anlage ist ökologisch zertifiziert und damit zu 100% frei von Chemie. Perfekte Wachstumsbedingungen, der planbare Erntezeitpunkt und die kurzen Transportwege von Staffort an den DHU-Standort in Karlsruhe stellen eine hohe Qualität des pflanzlichen Ausgangsmaterials und letztlich der Arzneimittel sicher. Mit 14,3 ha Fläche und 600 verschiedenen Heilpflanzenarten ist Terra Medica® die artenreichste Arzneipflanzenkultur Europas.

Die Ausgangsstoffe

Die in Terra Medica® angebauten Pflanzen werden aus Samen gezogen, die wir überwiegend selbst gewinnen. Pro Jahr beginnt der Zyklus mit bis zu 200.000 Jungpflanzen, die zu 100% ohne den Einsatz von Chemie heranwachsen. Nachdem sie aus den Gewächshäusern kommen, werden sie in Abhärtungshäusern freilandtauglich und gehen auf die Flächen, wo sie in natürlichem Umfeld bis zur Ernte wachsen. Da wir unser Saatgut soweit möglich selbst ziehen, lassen wir einen Teil der Erntepflanzen stehen und ernten dann später die Früchte.  So bildet sich ein nachhaltiger, geschlossener Zyklus.

Die Herstellung

Nach der Ernte der Pflanzen in Terra Medica® werden sie im 20 km entfernten Karlsruhe in der DHU weiterverarbeitet. Die Pflanzen oder ihre Teile (z. B. nur Blüten, je nach Herstellvorschrift) werden maschinell zerkleinert und im Rahmen eines speziellen Extraktionsverfahren mit einem Alkohol-Wassergemisch weiter aufbereitet. Diesen Vorgang nennt man Mazeration. Er dauert in der Regel mindestens 10 und bis zu 30 Tage. Anschließend werden die festen Pflanzenteile von der Flüssigkeit durch Abpressen getrennt. Diese wird im Anschluss filtriert, es entsteht die Urtinktur. Sie ist zum einen die erste Form eines homöopathischen Arzneimittels, in der Regel aber der Ausgangsstoff für alle weiteren potenzierten homöopathischen Arzneien.

Alle flüssigen Arzneiformen, Dilutionen genannt, werden bei uns getreu den Originalvorschriften Dr. Samuel Hahnemanns per Handverschüttelung potenziert. Feste Stoffe werden zur Erreichung der Potenz stufenweise mit Lactose in einer Mühle, die wie ein Mörser arbeitet, verrieben. Die entstehende Darreichungsform auf Milchzuckerbasis nennt man Trituration.

Die Qualität der homöopathischen Arzneimittel wird in Deutschland durch das Deutsche Homöopathische Arzneibuch amtlich - und damit verbindlich - geregelt. Ferner sind die Vorschriften des homöopathischen Teils des Europäischen Arzneibuchs zu berücksichtigen. Ebenso gilt die europäische Vorgabe der guten Herstellpraxis (GMP) für alle pharmazeutischen Unternehmen wie die DHU.

Wir verfügen bei der DHU über viele hundert Ausgangsstoffe, meist Pflanzen, aber auch Mineralien und tierische Stoffe. Vielfältige Potenzen, Darreichungsformen und Packungsgrößen ergeben eine Gesamtzahl von über 100.000 Artikeln. Davon sind ca. 10.000 sofort ab Lager lieferbar. Den großen Rest stellt die DHU in 1-3 Tagen individuell auf Kundenwunsch her.

Grenzen beachten

Homöopathie hat - wie alle medizinischen Therapieformen auch - ihre Grenzen und sollte nicht losgelöst von der Schulmedizin betrachtet werden. Homöopathische Arzneimittel eignen sich insbesondere für die Behandlung von häufig auftretenden Alltagsbeschwerden oder können ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt werden. Anhand Ihres individuellen Krankheitsbildes kann Ihr Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker entscheiden, ob die Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln für Sie die richtige Wahl darstellt.

Gut zu wissen…

In Deutschland tragen mehr als 7.000 Ärzte die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“. Dies ist ein geschützter Begriff, der erst nach einer einheitlichen berufsbegleitenden Ausbildung und Prüfung durch die Landesärztekammern ausgestellt wird und garantiert, dass ein Arzt über ausreichend theoretisches und praktisches Wissen verfügt, um die homöopathische Behandlung aufzunehmen. Voraussetzung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ ist ein abgeschlossenes Medizinstudium und die Anerkennung als Facharzt.

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