Fläschchen-Know-how

Stillen – es gibt viele gute Gründe dafür

Stillen hat nach Meinung von Fachleuten viele Vorteile und gilt aus entwicklungspsychologischer Sicht als beste Voraussetzung für einen gesunden Start ins Leben. Muttermilch beinhaltet die auf Babys ideal abgestimmte Zusammensetzung aus Eiweißen, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen. Über die Muttermilch werden Antikörper und Immunstoffe auf das Kind übertragen, was zur Stärkung des kindlichen Immunsystems führt. Der intensive Kontakt beim Stillen fördert die Mutter-Kind-Beziehung und die emotionale Entwicklung des Säuglings. Weiterhin kräftigt das für Babys anstrengende Saugen Kiefer-, Lippen- und Zungenmuskulatur. Dies fördert eine gesunde Zahn- und Kieferstellung, was der späteren Sprachentwicklung zu Gute kommt. Kinderärzte und Hebammen sind sich einig und empfehlen – wenn möglich – einen Säugling in den ersten sechs Lebensmonaten voll zu stillen, bevor das Nahrungsangebot mit ersten Beikost-Mahlzeiten erweitert wird.

Nicht immer ganz einfach: Probleme und Beschwerden beim Stillen

Es gibt allerdings verschiedene Gründe, die einer erfolgreichen Stillbeziehung zwischen Mutter und Neugeborenem (manchmal auch nur anfänglich) im Weg stehen können: zu wenig Milch, zu viel Milch - was in der Folge zu Milchstau und schmerzhaft geschwollenen Brüsten und im schlimmsten Fall zu einer Entzündung der Brustdrüse (Mastitis) führen kann -, wunde Brustwarzen, Müdigkeit, Erschöpfung oder auch zeitliche Gründe, die ein regelmäßiges Stillen unmöglich machen. Betroffene sollten sich in diesen Fällen unbedingt ihrer Hebamme mitteilen, sie ist Expertin auf diesem Gebiet und hält viele Ratschläge rund ums Thema „Stillen“ parat. Auch wenn das Stillen am Anfang nicht gleich klappt, lohnt es sich, „am Ball zu bleiben“. Sind ursprüngliche Stillprobleme erst einmal überwunden, wird Stillen von vielen Müttern als eine der schönsten und intensivsten Erfahrungen mit ihren Kindern im Säuglings- und Kleinkindalter beschrieben.

Stillprobleme überwinden – hier unterstützt die Homöopathie

Aufgrund ihrer guten Verträglichkeit sind homöopathische Arzneimittel, z. B. in Form von Globuli, eine besonders beliebte Methode, um häufig auftretende Beschwerden in der Stillzeit zu behandeln. Die Homöopathie versteht sich als Reiz- und Regulationstherapie mit dem Ziel, die Selbstheilungskräfte zu stimulieren. Homöopathische Arzneimittel können sowohl zur Behandlung der stillenden Mutter als auch der Säuglinge eingesetzt werden. Dabei können sie eine sanfte Alternative oder sinnvolle Ergänzung zu schulmedizinischen Medikamenten sein.

Globuli (Streukügelchen) bestehen aus Saccharose, die mit dem homöopathischen Wirkstoff benetzt wird, und werden aufgrund ihrer Größe und ihres angenehmen Geschmacks auch von Kindern in der Regel gut akzeptiert. Zudem sind sie gluten- und lactosefrei.
Wie bei allen anderen Arzneimitteln auch, sind Stillende (analog den Schwangeren) dazu angehalten, vor der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels ihren Arzt oder Apotheker zu konsultieren. Zur Auswahl des richtigen homöopathischen Arzneimittels auf Basis der individuellen Symptome von Mutter und Kind berät Sie Ihre Hebamme bzw. Ihr Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker gerne. Beachten Sie vor der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels immer den Beipackzettel.

Ernährung in der Stillzeit – Tipps für stillende Mütter

Es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die Sie selber tun können um das Stillen für sich und Ihr Baby so angenehm und gesund wie möglich zu gestalten. Nachfolgend finden Sie einige Tipps zur Ernährung während der Stillzeit. Sprechen Sie außerdem mit Ihrer Hebamme. Sie ist Expertin auf diesem Gebiet und berät Sie gerne zu Ihrer individuellen Situation.

  • Viel Trinken: mit der Muttermilch gibt der Körper Flüssigkeit ab. Trinken Sie zum Ausgleich parallel zu jeder Stillzeit ein großes Glas Wasser oder ungesüßten Kräuter- oder Früchtetee. (Achtung: nicht alle Tees sind gleichermaßen geeignet, so können z. B. Salbei- und Pfefferminztee einen ungewollten Einfluss auf die Milchbildung haben. Ihre Hebamme berät Sie gerne zu diesem Thema).
  • Ausgewogen, abwechslungsreich und regelmäßig essen ist jetzt wichtig! Stillende Mütter haben einen höheren Kalorienbedarf als nicht stillende Mütter. Sorgen Sie daher für ausreichend Zwischenmahlzeiten, um Ihren Körper mit Energie und Nährstoffen zu versorgen. Dies ist die Voraussetzung für die optimale Zusammensetzung der Muttermilch.
  • Insbesondere stillende Mütter, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, sollten sich zum Thema Nahrungsergänzung in der Stillzeit umfassend informieren und beraten lassen.
  • Keine Diät halten: das kann die Milchmenge negativ beeinflussen und durch die eingeschränkte Nahrungsaufnahme kann es zudem zu einer mangelhaften Versorgung mit Vitaminen und Mineralien kommen. Das Abtrainieren übriggebliebener Pfunde aus der Schwangerschaft sollte nach der Stillzeit stattfinden. Zudem bedeutet Stillen Kalorienverbrauch und ist die beste Maßnahme gegen „Schwangerschaftsspeck“
  • Koffein in Maßen genießen: gestillte Säuglinge und Kleinkinder nehmen über die Muttermilch Koffein auf, dies kann unter Umständen zu Unruhezuständen beim Baby führen. Die aufgenommen Mengen sind allerdings unbedenklich, wenn sich der Kaffeekonsum während der Stillzeit auf lediglich 1-2 Tasse Kaffee pro Tag beschränkt.
  • Auf Alkohol sollte in der Stillzeit - analog der Schwangerschaft – grundsätzlich verzichtet werden.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme über Ihre individuelle Situation. Ihre Hebamme ist Expertin und berät Sie gerne zum Thema Ernährung in der Stillzeit.

Abstillen – nehmen Sie sich Zeit!

Wenn es die äußeren Umstände zulassen, bestimmen Sie den richtigen Zeitpunkt des Abstillens
gemeinsam mit Ihrem Kind. Manche Babys verlieren mit zunehmendem Alter von alleine das
Interesse an der Muttermilch als Nahrung. Stillen wird dann oft mehr zu einem Ritual der Nähe,
Geborgenheit, Zuneigung oder eine beliebte Hilfe, um in den Schlaf zu finden.
Oftmals bestimmen äußere Faktoren, wie z.B. die Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit, den
Zeitpunkt des Abstillens. Abstillen sollte aber möglichst nicht abrupt, sondern schrittweise vollzogen
werden. Es empfiehlt sich, Stillmahlzeiten nach und nach durch Beikostmahlzeiten zu ersetzen. Das
Füttern von Beikost wird ab dem Erreichen des 6. Lebensmonats empfohlen. Ausgesetzte
Stillmahlzeiten sind für Ihr Kind neu und ungewohnt. Manche Kinder haben Spaß daran, Neues
auszuprobieren, andere sind skeptisch und brauchen Zeit, um sich auf die neuen Gegebenheiten
einzulassen. Achten Sie daher in der Phase des Abstillens besonders auf die Reaktion und Bedürfnisse
Ihres Kindes und schenken Sie ihm/ihr viel Aufmerksamkeit und Zuwendung.

Die Dosierung von homöopathischen Arzneimittel

Die Dosierung richtet sich nach der jeweils verwendeten Potenzhöhe, der Schwere der
Erkrankung und dem Alter des Kindes. Liegt keine therapeutische Empfehlung vor, gelten
grundsätzlich die Angaben der Packungsbeilage. Ihr Kinderarzt*, Heilpraktiker oder Apotheker berät
Sie gerne zur Auswahl des richtigen homöopathischen Mittels. Beachten Sie vor der Einnahme eines
homöopathischen Arzneimittels immer den Beipackzettel.

Gut zu wissen…

In Deutschland tragen mehr als 7.000 Ärzte die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“. Dies ist ein geschützter Begriff, der erst nach einer einheitlichen berufsbegleitenden Ausbildung und Prüfung durch die Landesärztekammern ausgestellt wird und garantiert, dass ein Arzt über ausreichend theoretisches und praktisches Wissen verfügt, um die homöopathische Behandlung aufzunehmen. Voraussetzung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ ist ein abgeschlossenes Medizinstudium und die Anerkennung als Facharzt.

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Was ist Homöopathie?

Es gibt kaum eine intensivere und spannendere Zeit als die rund um die Geburt eines Kindes und das anschließende Kennenlernen des Neuankömmlings!

Babys

Homöopathische Mittel eignen sich hervorragend zur Behandlung von Kindern. Ihre nebenwirkungsarmen Eigenschaften kommen dem kindlichen Organismus entgegen.

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