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Tipps für den Alltag mit Rheuma und Gelenkbeschwerden

Geschwollene, schmerzende Gelenke können auf eine rheumatische Gelenkerkrankung hinweisen. Weitere typische Beschwerden sind die zunehmende  Bewegungseinschränkung mit Muskelverspannungen, sowie entzündliche Veränderungen der Gelenke und des umgebenden Gewebes. Oft sind nicht nur einzelne Gelenke betroffen, sondern die Beschwerden breiten sich auf den ganzen Bewegungsapparat aus. Unter dem umgangssprachlichen Begriff Rheuma wird eine Vielzahl an Erkrankungen verstanden, die primär mit Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat einhergehen. Zu den rheumatischen Gelenkerkrankungen zählen sowohl degenerative Erkrankungen wie Arthrose als auch entzündlich-rheumatische Erkrankung wie z.B. die rheumatoide Arthritis. Für eine Diagnose und Behandlung sollte schon bei frühen Anzeichen ein Arzt aufgesucht werden.

Primär besteht der Wunsch, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern oder zumindest zu erhalten. Beides Faktoren, die sich auch auf die Lebensqualität auswirken. Neben der medikamentösen Therapie haben auch regelmäßige Bewegung, eine gesunde, ausgewogene Ernährung und auch die Homöopathie einen positiven Einfluss auf rheumatische Erkrankungen.

Durch Sport und Bewegung zu mehr Beweglichkeit

Häufig besteht die Angst Sport zu treiben und sich zu bewegen, da die Sorge besteht, dass sich dadurch die Situation verschlechtern könnte. Jedoch ist es wichtig, dass Sie aktiv bleiben, denn Sport und Bewegung wirken sich positiv auf die Gesundheit aus und können sich, gerade bei rheumatischen Gelenkerkrankungen, langfristig positiv auf die Beweglichkeit und den Schmerz auswirken. Wichtig ist, dass Sie darauf achten, dass Sie Sportarten betreiben, bei denen die Gelenke geschont werden, aber trotzdem die Muskulatur aufgebaut wird.

Für Betroffene eignet sich zum Beispiel Schwimmen, Radfahren, Walking oder Gymnastik, idealerweise Wassergymnastik oder auch Aquajogging. Die Belastung für die Gelenke ist hierbei durch den Auftrieb des Wassers deutlich geringer und somit schonender. 

Um Verletzungen oder Überlastungen vorzubeugen, sollten Sie keine Sportarten betreiben, bei denen viele Tempowechsel (sog. Stop-and-go-Sportarten) auftreten oder andere stoßartige Gelenkbelastung. Dies sind v.a. Sportarten wie beispielsweise Tennis, Squash, Skifahren und Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball usw.

Wandern oder Walking eignen sich ebenfalls bei rheumatischen Erkrankungen. Die kontinuierliche Bewegung stärkt den Körper, ohne ihn zu überanstrengen. Wandern oder Walking bieten zudem die Möglichkeit sich in der Natur zu entspannen und gleichzeitig die Beweglichkeit zu verbessern. 

Besonders beliebt und ebenfalls im Freien ist auch Radfahren. Hierbei können Sie die Natur besonders gelenkschonend genießen.

Umgang mit Stress und Schmerzen

Um besser mit Arthritis und anderen rheumatischen Erkrankungen zu leben, spielen auch Entspannung und Entschleunigung eine wichtige Rolle. Stress lässt sich für die meisten Menschen nicht verhindern und kann auch zu einem gewissen Maß förderlich sein. Deshalb ist es wichtig, dass Sie für sich Strategien entwickeln, um in stressigen Situatio­nen damit gelassener umgehen zu können. Schaffen Sie sich Möglichkeiten zum Ausgleich, damit sich Stress und Ärger nicht negativ auf Ihre Gesundheit auswirken.  Wege zur Entspannung und dem Umgang mit Schmerzen gibt es viele und sie sind sehr individuell. Für den einen sind es Yoga, progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitsübungen, für den anderen Kochen und Backen. Mitunter reicht es auch schon an den letzten Urlaub am Meer zu denken. Ebenso kann eine psychotherapeutische Unterstützung für chronische Schmerzpatienten sehr hilfreich sein, um den Alltag besser zu meistern.  

Positiver Einfluss durch die richtige Ernährung

Ein weiterer Faktor, mit dem viel erreicht werden kann, ist eine gesunde Ernährung. So kann eine überwiegend pflanzliche Ernährung die Beschwerden, speziell bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie z.B. rheumatoider Arthritis günstig beeinflussen. Wichtig ist darauf zu achten, dass Lebensmittel die Arachidonsäure enthalten nur in geringem Maße verzehrt werden, da sie als entzündungsfördernd gilt. Arachidonsäure gehört zu den Omega-6-Fettsäuren und ist meist in tierischen Produkten enthalten.

Hierzu gehören vor allem Fleisch und Wurst. Omega-3-Fettsäuren hingegen wirken sich nicht nur positiv auf das Herzkreislaufsystem aus, sondern es wird auch angenommen, dass sie Entzündungsprozesse günstig beeinflussen. Unser Körper kann sie jedoch nicht selbst herstellen, weshalb wir sie über unsere Nahrung zuführen müssen. Reich an Omega-3-Fettsäuren sind beispielsweise fettreicher Fisch, Lein- und andere hochwertige Pflanzenöle oder Walnüsse.

Es empfiehlt sich daher in der Ernährung, neben pflanzlichen Lebensmitteln, auch auf fettarme Milchprodukte sowie Fisch zu achten. Zudem gibt es weitere  zahlreiche Lebensmittel, die einen positiven Effekt auf Gelenkentzündungen  haben können. Hierzu zählen beispielsweise Tomaten und Kirschen. Auch Spinat und Brokkoli können dazu beitragen, chronische Entzündungen zu mildern. Sie haben einen hohen Gehalt an Vitamin C, eine der wichtigsten Substanzen für den menschlichen Körper und lassen sich leicht in die tägliche Ernährung integrieren. Auch das Essen von Knoblauch soll das Immunsystem stärken und bei Gelenkentzündungen helfen.

Wann hilft Kühlung und wann Wärme

Kühlung oder Wärmebehandlung sind ein weiterer Tipp zur Unterstützung einer Therapie bei Gelenkschmerzen. Bei akut entzündlichen Beschwerden mit Rötung, Schwellung und Überwärmung ist Kühlung hilfreich und eine wichtige Maßnahme.

Kühlung bei einer Gelenkentzündung lindert z.B. den akuten Reizzustand und reduziert damit die Schwellung und den Schmerz. Ohne akute Entzündung, d.h. ohne Rötung, Schwellung oder Überwärmung wird eine Wärmeanwendung an den betroffenen Gelenken meist als lindernd empfunden.

Lokale Wärme fördert die Durchblutung, was wiederum die Stoffwechselleistung im Gewebe und damit die Heilung fördert. Gleichzeitig wird die Muskulatur erwärmt und gelockert und der Zug auf Gelenke und Sehnen vermindert. Das Gelenk wird geschont, die Sehnen entlastet. Gute Voraussetzungen, um die Schmerzen rasch abklingen zu lassen und eine bessere Beweglichkeit zu ermöglichen. Letztendlich sollte jeder für sich entscheiden, was ihm bei  Gelenkschmerzen gut tut, da die hilfreichen Maßnahmen sehr individuell sein können.

Die sanfte Hilfe aus der Homöopathie

Eine sanfte und wirksame Hilfe gibt es in der Homöopathie. Naturbasierte Arzneimittel wie Rhus toxicodendron lindern die Schmerzen und  belasten den Organismus nicht. Homöopathische Medikamente aktivieren die Selbstheilungskräfte und sind dabei besonders verträglich. Rhus toxicodendron D6 DHU hilft bei rheumatischen Schmerzen in Rücken, Knochen, Gelenken, Sehnen und Muskeln. Das bekannte Heilmittel hat sich besonders bei Schmerzen des Bewegungsapparates bewährt. Es findet Anwendung bei akuten als auch chronischen Schmerzen. Weitere Informationen zu Rhus toxicodendron D6 DHU finden Sie hier 

Der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen ist wichtig

Als letzter, aber vielleicht wichtigster Tipp: Seien Sie aktiv und nehmen Sie selbstbewusst am Leben teil. Treten Sie in Kontakt mit anderen Menschen, die Ihr Leid teilen. In Verbindung mit Sport ist es durchaus einfacher unter Leute zu kommen. Aber auch in Selbsthilfegruppen oder -organisationen finden viele Rheuma-Patienten Hilfe. Die größte Selbsthilfeorganisation ist dabei die Deutsche Rheuma-Liga. Wichtig ist: bleiben Sie mit einer rheumatischen Erkrankung nicht alleine. Tauschen Sie sich aus und bringen Sie in Erfahrung was anderen geholfen hat.

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