Fläschchen-Know-how

Warum unsere Gelenke Radfahren lieben

Verschleiß, Entzündungen, Rheuma – die Gründe für Gelenkschmerzen sind vielfältig. Was hilft, ist Radfahren. Solange wir die wichtigsten Dinge rund um das Fahrrad beachten...

Der Wind in unseren Haaren, Wiesen und Wälder, die an uns vorüberziehen, unsere Gedanken, die zur Ruhe kommen … Den ersten Effekt des Radfahrens spüren wir schon nach wenigen Minuten: Es macht uns glücklich! Tübinger Psychologen fanden heraus, dass Fahrradfahren im Körper wie ein Antidepressivum wirken kann. Aber das "Medikament Fahrrad" tut noch viel mehr für uns – vor allem für unsere Gelenke.

Schont die Gelenke, beugt Schmerzen vor

Wer in der richtigen Sitzposition radelt, kräftigt so fast die gesamte Skelettmuskulatur, die Bewegung verbessert zudem die Nährstoffversorgung der Knorpel und stärkt die Stütz- und Haltemuskulatur um unsere Gelenke. So können sogar Verspannungen abgebaut werden, das Voranschreiten einer Arthrose lässt sich verringern und Schmerzen können deutlich gemildert werden. Aber wie sieht die richtige Sitzposition für gesunde Gelenke und schmerzfreien Sport aus? Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club empfiehlt dazu vor allem für längere Radtouren, den Abstand zwischen Lenker und Sattel so einzustellen, dass die natürliche S-Form der Wirbelsäule beibehalten wird und kein „Buckel“ entsteht. Die schönste und abwechslungsreichsten Radtouren in Ihrer Region und viele weitere nützliche Informationen zu Radwanderwegen finden Sie übrigens auf der Website outdooractive.com.

Worauf wir außerdem achten sollten, um Schmerzen vorzubeugen: 

Sattel: Die Sitzhöhe auf dem Rad ist optimal, wenn das Bein beim Treten nie ganz durchgestreckt wird. Im Stand sollte der Boden maximal mit den Zehenspitzen berührt werden können. Bei einem zu hoch eingestellten Sattel kippt das Becken während dem Treten abwechselnd zur Seite, was die Lendenwirbelsäule beansprucht, eine zu niedrige Einstellung belastet die Kniegelenke

Pedale: Eine Anti-Rutsch-Beschichtung hilft dabei, den Fuß auf der Pedale in Position zu halten: Nur der Ballen sollte aufliegen, so wird die Kraft besser umgesetzt und die Knie weniger belastet.

Lenker: Für den Rücken ist es wichtig, dass der Lenker nicht zu hoch und zu nahe zum Körper eingestellt ist. Damit die großen Handnerven nicht gereizt, der Ellenbogen nicht überlastet wird, sollte das Handgelenk beim Umfassen des Lenkers nicht abgeknickt werden. Die Lenkerform spielt so gut wie keine Rolle, aber: Für längere Fahrten empfehlen Experten sogenannte Hörnchen, die einen handgelenkschonenden Griff ermöglichen. Zu beachten ist auch, dass die Breite des Lenkers der Schulterbreite entspricht.

Korb: Wer seinen Fahrradkorb vorne und nicht hinten auf den Gepäckträger anbringt, sollte berücksichtigen, dass schon minimales Gewicht die Lenkung deutlich erschweren kann. Tipp: Beim Kauf auf wetterbeständiges Material achten

Reifen: Der richtige Druck erleichtert nicht nur das Treten und schont die Gelenke, sondern erhöht auch die Lebensdauer von Schlauch und Mantel. Für den richtigen Druck sind Gewicht des Fahrers und die Reifenbreite entscheidend: z. B. bei 75 kg und 35 mm sind das dann 4,5 bar. Die genauen Werte erfahren Sie im Fachhandel

Die richtige Haltung: Der Abstand zwischen Sattel und Lenker sollte so sein, dass die natürliche S-Form der Wirbelsäule unterstützt wird. Rückenschonend ist eine Oberkörperneigung von 15-20 Grad beim Hollandrad bzw. etwa 50-60 Grad beim Citybike

Ebenfalls wichtig für eine hohe Fahrsicherheit:

Licht: Seit einiger Zeit sind auch batteriebetriebene Scheinwerfer und Rücklichter erlaubt, ein Dynamo ist nicht mehr Pflicht. Übrigens: Am Prüfzeichen erkennt man, ob die Lichter tatsächlich für den Straßenverkehr zugelassen sind: Eine Wellenlinie, gefolgt vom Großbuchstaben K und einer Nummer.

Reflektoren: Ein weißer Rückstrahler vorne und ein roter hinten sowie gelbe Reflektoren an den Pedalen sind Pflicht. Für die Reifen gilt: Entweder ein direkt aufgedruckter Reflexstreifen oder Reflektoren in den Speichen.

Die Angaben gelten für Herren- und Damenräder sowie für E-Bikes und Pedelecs. 

Kräftige Muskeln, starke Gelenke

Schon nach zehn Minuten im Fahrradsattel zeigen sich positive Effekte der Bewegung auf den gesamten Muskelapparat: Die fürs Treten zuständige Beinmuskulatur, die den Körper stabilisierende Rumpfmuskulatur an Bauch und Rücken, die Schulter-Arm-Muskulatur, die den Körper am Lenker abstützt sowie Hüft- und Gesäßmuskel werden gleichzeitig gefordert und gefördert. Und eine gut stützende Muskulatur ist der beste Schutz vor den Symptomen von Arthrose, Arthritis, Rheuma und anderen Erkrankungen der Gelenke. 

Bei schmerzenden Gelenken ist der Radweg der ideale Trainingsparcour. Denn durch die Trittbewegungen wird die körpereigene Produktion der sogenannten Gelenkflüssigkeit angeregt. Diese wirkt wie ein „Schmiermittel“ für die Knorpel und sorgt für eine reibungslose und schmerzfreie Bewegung des Gelenks. Ein weiterer Vorteil: Da der Knorpel keine eigene Blutversorgung hat, trocknet er durch Bewegungsmangel regelrecht aus und wird porös. Beim Radeln hingegen wird die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung des Knorpels erhöht, das verbessert seine Elastizität und beugt Gelenkverschleiß vor.

Und wenn die Gelenkschmerzen schon da sind?

Dann können homöopathische Arzneien sehr gut unterstützen. Welche Mittel bei Gelenkschmerzen helfen?  Rhus toxicodendron D6 DHU® kann als homöopathisches Medikament bei Beschwerden des Bewegungsapparates z.B. rheumatische Gelenkbeschwerden wie Arthrose, Arthritis und zur Behandlung von Gelenkschmerzen eingesetzt werden. Der Wirkstoff wird aus frischen Trieben des Strauches des Sumachgewächs gewonnen. Grundsätzlich gilt: Zahlreiche weitere homöopathische Arzneien werden zur Behandlung von Gelenkschmerzen eingesetzt.

Bei einer akuten Verletzung ist natürlich wichtig, zunächst die Notversorgung nach der PECH-Regel (Pause-Eis-Compression-Hochlegen) anzuwenden. Im Anschluss an die Erstversorgung der Schmerzen kann eine Behandlung durch den Arzt erforderlich sein. Er wird das betroffene Gelenk gegebenenfalls durch eine Schiene ruhigstellen und Medikamente verabreichen, die einer Entzündung und den Gelenkschmerzen entgegenwirken. Doch nach einer gewissen Schonzeit, sollte das Gelenk wieder aktiviert werden. Sonst besteht das Risiko, dass sich das Gelenk versteift, weil sich Muskeln und Sehnen verkürzen können und sich die Gelenkkapsel zurückbildet.

Apotheke finden

Immer gut beraten. Nichts liegt näher als eine gute Homöopathie-Apotheke. Finden Sie unsere Einzelmittel, Rat und Tat zu Anwendung und Einsatzgebieten ganz in Ihrer Nähe.

Experten finden

Ob Arzt oder Heilpraktiker – die Suche nach dem bevorzugten Experten für die Beratung und Behandlung ist nicht immer leicht. Darum ist es uns ein besonderes Anliegen, Sie bei der Suche zu unterstützen. Nutzen Sie also am besten gleich diese Plattform, um sich nach den geeigneten Adressen in Ihrer Nähe umzuschauen!