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Fersensporn behandeln und vorbeugen

Jeder Schritt tut höllisch weh: Ein Fersensporn verursacht stechenden Schmerz in der Fußsohle. Die unangenehmen Beschwerden lassen sich aber gut behandeln – unter anderem mit homöopathischen Arzneimitteln. Eine Operation ist nur selten nötig.  

Meistens macht sich ein Fersensporn zuerst morgens bemerkbar: Beim Aufstehen sticht es im Fuß, als wäre man in einen Nagel oder eine Glasscherbe getreten. Im Lauf des Tages lassen die Fersenschmerzen zwar etwas nach, sie klingen aber auch in Ruhe nicht völlig ab. Längeres Gehen ist unmöglich.

Der Fersensporn ist ein Knochen-Auswuchs am Fersenbein. Man unterscheidet zwischen einem oberen und unteren Fersensporn. Der obere bereitet in der Regel keine Beschwerden. Schmerzen verursacht vor allem der untere Fersensporn. Er wächst horizontal in die Sehnenplatte an der Fußsohle hinein. Das geschieht über einen längeren Zeitraum und bleibt oft jahrelang unbemerkt. Erst wenn es aufgrund anhaltender Überlastung zu einer Entzündung kommt, treten die typischen Symptome auf.

In der Regel ist eine permanente Überbeanspruchung der Füße die Ursache. Hohe Zugkräfte führen zu kleinsten Rissverletzungen im weichen Gewebe an der Fußsohle und an der Ferse. Als Reaktion darauf bildet sich dornartiges Knochengewebe am Fersenbein – dort, wo die Sehnenplatte ansetzt.

Das sind die häufigsten Ursachen für Fersenschmerzen:

  • Übergewicht
  • intensiver Sport (vor allem Jogging)
  • Bewegung auf harten Böden (Hallensport)
  • berufsbedingt häufiges Gehen (Beispiel Gastronomie)
  • Fehlstellungen der Füße wie Knick-, Senk-, Spreiz- oder Hohlfuß
  • Erkrankungen des Stoffwechsels wie hohes Cholesterin oder Gicht
  • falsche, enge Schuhe

Die Chancen auf Heilung sind gut. Es gibt mehrere Möglichkeiten, um die Fersenschmerzen zu lindern. Hier ein paar Tipps und Hausmittel zur Behandlung:

Entlastung. Erster Schritt ist die Entlastung der betroffenen Ferse: Spezielle Einlagen im Schuh stützen das Fußgewölbe, um den Druck beim Auftreten besser zu verteilen. Hilfreich sind außerdem sogenannte Loch-Einlagen: Eine Aussparung an der Ferse entlastet den schmerzenden Bereich.

Kühlung. Ein bewährtes Hausmittel ist Kühlung. Zum Beispiel mit einem Coolpack. Dabei darf die Haut der Ferse nicht direkt mit dem Kühlelement in Kontakt kommen.

Homöopathie. Sie können den Fersensporn mit homöopathischen Arzneimitteln selbst behandeln. So berichten Ärzte und Patienten, dass unter der Gabe geeigneter homöopathischer Arzneimittel Fersenschmerzen und Schwellungen zurückgehen. Die Globuli sind auch bei langfristiger Einnahme gut verträglich. Fragen Sie Ihren Apotheker nach einem passenden Mittel. Allgemeine Informationen zur Homöopathie finden Sie auch unter www.facebook.de/DHUDeutschland.

Dehnungsübungen und Massage. Wer zuhause täglich eine gezielte Fersensporn-Gymnastik durchführt, kann die Fußschmerzen deutlich lindern. Eine Auswahl besonders hilfreicher Übungen finden Sie hier.

Krankengymnastik. Die Physiotherapie hat sich bei der Behandlung gut bewährt. Spezielle Übungen dehnen die Sehnen-fasern in der Fußsohle und mindern so die Zugkräfte an der Problemzone. Außerdem wird eine zu schwache Fußmuskulatur gestärkt.

Schmerzmittel. Eine kurzfristige Selbstbehandlung mit rezeptfreien entzündungshemmenden Schmerzmitteln kann die Beschwerden lindern. Beachten Sie dabei, dass diese Medikamente ohne ärztlichen Rat nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden sollen.  

Kortison. Der Arzt kann die schmerzende Stelle mit Kortison-Injektionen behandeln. Dies sollte aber erst geschehen, wenn alle anderen Therapiemaßnahmen keinen Erfolg hatten. Kortison kann die Sehnen spröde machen: Das Risiko für Sehnenrisse steigt.

Die Behandlung der Fersenschmerzen erfordert allerdings etwas Geduld: Es kann mehrere Wochen dauern, bis der Schmerz wieder komplett verschwindet. Aber auch eine sanfte und nachhaltige Behandlung, etwa mit homöopathischen Arzneimitteln, kann  wirken. Die tägliche Behandlung, unterstützt durch Hausmittel und die Entlastung der Ferse lindert Schmerzen. Reagieren Sie schnell, wenn der Schmerz und die Entzündung noch nicht zu stark sind und wirken Sie der Erkrankung rechtzeitig entgegen. Langfristig ist die frühzeitige, umfassende Therapie mit vorbeugenden Maßnahmen erfolgversprechender als starke Eingriffe.

Klingt auf den ersten Blick nach einer guten Lösung: Einfach den Fersensporn herausoperieren, und die Fußschmerzen sind weg. Doch leider funktioniert das nicht. Denn der Fersensporn ist nicht die Ursache der Beschwerden! Der wahre Grund für den Schmerz ist eine Entzündung der Sehnenplatte in der Fußsohle. Diese sogenannte Plantarfaszie beginnt am Fersenbein und läuft fächerförmig unter den Zehen aus. Ihre Aufgabe ist es, das Fußgewölbe zu stützen und Stöße abzufangen. Wird die Plantarfaszie dauerhaft übermäßig belastet, entstehen am fersennahen Ursprung immer wieder winzig kleine Risse. Die ständigen, kleinsten Verletzungen der Sehne münden schließlich in einer Dauerentzündung.

Die Bildung eines Fersensporns ist nur die Reaktion des Körpers auf die anhaltende Überbeanspruchung. Wird er entfernt, ändert das nichts an der eigentlichen Ursache der schmerzhaften Entzündung. Viele Ärzte raten deshalb von der Operation ab, da die chirurgische Entfernung mit erheblichen Risiken verbunden ist

Gegen die schmerzhaften Beschwerden und die zu akuten Schmerzen führende Entzündung können Sie vorbeugend einiges tun. Besonders wichtig ist die Wahl der richtigen Schuhe. Hier finden Sie Tipps zur Schuhwahl:

  • Sie sollten gut sitzen,
  • aus weichem Material gefertigt sein,
  • den Zehen nach vorne etwa einen Zentimeter Platz lassen,
  • niedrige Absätze haben.

Vermeiden Sie außerdem hohe Belastungen der Füße. Ungünstig ist zum Beispiel das Joggen auf Asphalt. Beim Sport in der Halle ist unbedingt ein spezieller Hallenschuh mit guter Dämpfung zu empfehlen. Tipp: Allgemein sollten Hobbysportler nicht zu intensiv trainieren, ihre Leistung nur langsam steigern und sich immer ausreichend Zeit für Dehnungsübungen nehmen. Das Beugt dem Schmerz in vielfacher Hinsicht vor.

Menschen mit Übergewicht beugen vor, indem sie ein paar Kilo abnehmen. Jedes Pfund zu viel belastet die Füße.

Durch regelmäßige Fersensporn-Gymnastik werden die Sehnen im Fuß gedehnt und elastischer. Außerdem wird die Muskulatur trainiert und das Fußgewölbe gekräftigt. Eine einfache Übung geht zum Beispiel so:

Versuchen Sie, mit den Zehen ein Tuch vom Boden aufzuheben. Wenn das gut gelingt, können Sie den Schwierigkeitsgrad erhöhen: Greifen Sie Murmeln mit dem Fuß und legen Sie sie in eine Dose.

Weitere Übungen zur Fersensporn-Gymnastik finden Sie hier.

Charakteristisches Symptom bei Betroffenen ist ein punktueller, intensiver Druckschmerz an der inneren Fußunterseite im Bereich des Fersenbeins. Viele Patienten berichten im Anfangsstadium direkt nach dem Aufstehen über einen stechenden Schmerz unter der Fußsohle, der im Laufe des Tages besser wird. Im weiteren Verlauf entwickelt sich bei unzureichender Behandlung ein Dauerschmerz. Dieser Schmerz schränkt die Mobilität erheblich ein.

Eine sichere Diagnose-Möglichkeit bietet die Ultraschall-Untersuchung. Damit lassen sich sowohl akute als auch chronische Formen der schmerzhaften Entzündung eindeutig erfassen: Es zeigen sich eine Verdickung der Sehnenplatte im Fersenbereich und unscharfe Konturen. Bei einer Röntgenübersichtsaufnahme des Sprunggelenks mit dem gesamten Fersenbein kann bei 70 Prozent der Patienten mit entsprechenden Symptomen ein Fersensporn nachgewiesen werden. Bei schmerzfreien Kontrollfüßen ist der knöcherne Auswuchs am Fersenbein dagegen nur in etwa acht Prozent der Fälle festzustellen.

Bitte beachten Sie, dass Sie bei anhaltenden Beschwerden oder Verschlimmerung der Symptome umgehend einen Arzt aufsuchen sollten. Eine ausführliche Beratung zu homöopathischen Arzneimitteln erhalten Sie auch in Ihrer Apotheke.

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