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Anamnese

Die Erhebung des individuellen Krankheitsbildes des Patienten unter Berücksichtigung aller körperlichen und seelischen Symptome. Hierbei ist großer Wert auf die Wahrnehmung der individuellen, ungewöhnlichen und auffallenden Symptome des Patienten zu legen. Es gilt, das Eigentümliche der Erkrankung herauszufinden. Die homöopathische Anamnese wird in drei Abschnitte gegliedert: Im Spontanbericht hat allein der Patient das Wort. Der gelenkte Bericht dient der vollständigen Charakterisierung der spontan geäußerten Symtome. Bei der indirekten Befragung wird versucht, die Gesamtheit der Symptome zu erfassen. siehe Paragraph 153 Organon

Anthroposophie

Eine geisteswissenschaftliche Weltanschauungslehre nach Rudolf Steiner (1861–1925). Die in der Anthroposophie verwendeten Heilmittel werden ebenfalls nach Vorschriften des HAB potenziert, jedoch unterscheiden sich diese von den Herstellungsvorschriften der homöopathischen Arzneimittel.

Antidot

Allgemein bezeichnet man ein Gegenmittel bei Vergiftungen als Antidot. In der Homöopathie spricht man von einem Antidot, wenn die Folgen einer ungewollten Arzneimittelwirkung (z. B. durch ein falsch gewähltes Arzneimittel) aufgehoben werden sollen. Das bestgewählte Antidot ist das für die aufgetretenen Symptome passende Einzelmittel. Zu den generellen Antidoten zählen einige Therapeuten aber auch z. B. Kaffee, Kampher oder intensive ätherische Öle.

Arzneimittelbild

Hierunter versteht man das Wirkprofil eines homöopathischen Arzneimittels. Das Arzneimittelbild wird aus Ergebnissen der Homöopathischen Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen, aus Erkenntnissen der Toxikologie und Pharmakologie und der 200-jährigen Erfahrung von Ärzten aus der ganzen Welt erstellt. Die einzelnen Symptome sind meist nach dem Kopf-zu-Fuß-Schema geordnet. In umfassenden Arzneimittellehren (Materiae Medicae) sind die Arzneimittelbilder der homöopathischen Arzneien gesammelt.

Arzneimittellehre/ Materia Medica

Damit bezeichnet man eine Zusammenstellung von Arzneimittelbildern, die die weltweit gesammelten praktischen Erfahrungen und die Ergebnisse von Arzneimittelprüfungen enthalten. Die erste Arzneimittellehre (Materia Medica) wurde von Hahnemann selbst erstellt. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden weitere umfangreiche Arzneimittellehren.

Arzneimittelprüfung (AMP), Homöopathische Arzneimittelprüfung (HAMP)

Arzneimittelprüfungen (AMP) sind die wichtigste Grundlage für die Anwendung homöopathischer Arzneien. Hahnemann hatte erkannt, dass alle Arzneien die Eigenschaft haben, eine für sie charakteristische Veränderung im Befinden des Menschen hervorzubringen. Deshalb wird das Wirkprofil einer Arznei an gesunden Menschen erprobt, indem der Arzneistoff so lange eingenommen wird, bis sich Symptome entwickeln. Eine Arzneimittelprüfung entspricht der Phase 1 bei Klinischen Studien. Während der Zeit der Arzneimittelprüfung werden sämtliche Beschwerden, Gemütsverfassungen und Befindensveränderungen der Probanden nach dem Kopf-zu-Fuß-Schema notiert und für die Erstellung des Arzneimittelbildes ausgewertet.

Ausgangsstoffe

Homöopathische Arzneimittel werden hergestellt aus pflanzlichem, mineralischem oder tierischem Ausgangsmaterial, aus gesundem oder krankem menschlichen Gewebe sowie aus Krankheitsprodukten. Die hohe Qualität der Arzneimittel beginnt bereits bei der Gewinnung und Auswahl dieser Ausgangsstoffe. So stammen die meisten Arzneipflanzen, die in der DHU zu homöopathischen Arzneimitteln verarbeitet werden, aus hauseigenen Kulturen. Ein ökologisches System der Selbstregulierung mit dem Zertifikat für ökologischen Landbau garantiert die hohe Qualität. Diesen Qualitätsanspruch stellt die DHU natürlich auch an solche Ausgangsstoffe, die nicht selbst angebaut oder erzeugt werden können und unterzieht diese strengen Kontrollen.

Ausländische Potenzbezeichnungen

Im Ausland sind häufig andere Potenzbezeichnungen als in Deutschland gebräuchlich, z. B. CH = C-Potenz nach Hahnemann oder K bzw. CK = C-Potenz nach Korsakoff. Die Bezeichnung „1M“ entspricht einer Potenz C1000.

Bewährte Indikationen

Bei der Therapie nach „Bewährten Indikationen“ werden mit einer klinischen Diagnose bestimmte homöopathische Arzneien verbunden, die in der therapeutischen Praxis vielfach erfolgreich eingesetzt worden sind: So z. B. wird bei einer Verletzung häufig Arnica als Erstmittel erfolgreich eingesetzt.

BfArM

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist eine selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung. Die Zulassung und Registrierung von Arzneimitteln auf der Grundlage des Arzneimittelgesetzes ist ein Schwerpunkt der Arbeit des BfArM.

Biochemie nach Dr. Schüßler

Grundsätzlich handelt es sich bei der Biochemie nach Dr. Schüßler und der Homöopathie um zwei unterschiedliche Therapieformen. 1873 stellte der homöopathische Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler (1821–1898) erstmals seine „Abgekürzte Therapie“ vor, die auf den physiologisch-chemischen Vorstellungen von Moleschott beruhte und daher auch als „Biochemie“ bezeichnet wurde. Hierbei werden dem Patienten anorganische Salze in potenzierter Form verabreicht. Diese sollen zelluläre Verteilungsstörungen des anorganischen Salzes, die laut Dr. Schüßler jeder Krankheit zugrunde liegen, beheben. Bei der Biochemie nach Dr. Schüßler werden ausschließlich die Potenzen D3, D6, D12 eingesetzt.

Broteinheiten

Broteinheiten für Diabetiker:
Der Kohlenhydratgehalt homöopathischer Arzneimittel ist sehr gering:
Die Tabletten der DHU enthalten als Trägersubstanz Laktose (Milchzucker), die Globuli Saccharose (Rohrzucker).

1 Tablette entspricht

0,021 BE, d.h. 48 Tabletten entsprechen 1 BE.

1 Tablette enthält

0,25 g Kohlenhydrate,

1 Tablette entspricht

1,025 kcal.

1 Globulus entspricht

0,00069 BE, d.h. 1450 Globuli entsprechen 1 BE.

1 Globulus enthält

0,0082 g Kohlenhydrate

1 Globulus entspricht

0,034 kcal

C-Potenz

Centesimal-Verdünnung, 1:100, siehe auch Potenzierung

D-Potenz

Dezimal-Verdünnung, 1:10, siehe auch Potenzierung.

Darreichungsformen

Homöopathische Arzneimittel sind von der DHU erhältlich als Globuli (Trägerstoff Saccharose), Tabletten (Trägerstoff Laktose), Dilutionen (Trägerstoff meist Wasser/Ethanol-Gemisch), Injektionslösungen (Trägerstoff physiologische Kochsalzlösung), Externtinkturen (Wasser/Ethanol-Gemisch) sowie Salben/ Cremes/Gele. Die Arzneiträgerstoffe sowie die Herstellung sind in Deutschland im HAB (Homöopathisches Arzneibuch) festgelegt.

Diabetiker

Broteinheiten für Diabetiker:

Der Kohlenhydratgehalt homöopathischer Arzneimittel ist sehr gering:
Die Tabletten der DHU enthalten als Trägersubstanz Laktose (Milchzucker), die Globuli Saccharose (Rohrzucker).

1 Tablette entspricht

0,021 BE, d.h. 48 Tabletten entsprechen 1 BE.

1 Tablette enthält

0,25 g Kohlenhydrate,

1 Tablette entspricht

1,025 kcal.

1 Globulus entspricht

0,00069 BE, d.h. 1450 Globuli entsprechen 1 BE.

1 Globulus enthält

0,0082 g Kohlenhydrate

1 Globulus entspricht

0,034 kcal

Dilution

Dies ist die flüssige Darreichungsform eines homöopathischen Arzneimittels, die meist als alkoholische Lösung vorliegt. Die Herstellung erfolgt nach den Vorschriften des HAB.

Dosierung

Die Dosierung homöopathischer Arzneimittel ist von verschiedenen Faktoren wie vom Schweregrad der Erkrankung und von der Höhe der gewählten Potenz des Arzneimittels abhängig. Dosierungsanleitungen zu den Arzneimitteln der DHU finden sich im jeweiligen Beipackzettel. Individuelle Dosierangaben des behandelnden Therapeuten sind zu berücksichtigen.

Erstverschlimmerung, Erstreaktion

Zu Beginn einer homöopathischen Therapie können sich bei sehr empfindsamen Menschen oder bei zu häufiger Wiederholung der Gabe die vorhandenen Symptome vorübergehend verschlimmern. Dies wird als positives Zeichen für die richtige Arzneimittelwahl angesehen.

Externa

Dies sind flüssige Einreibungen, Tinkturen zum äußerlichen Gebrauch. Die Herstellung erfolgt nach den Maßgaben des HAB.

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Arnica 1+1 DHU

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